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Entries Tagged as 'Drumherum'

INTERVIEW-VORBESPRECHUNG: Ein abgekartertes Spiel

28.04.2014 Comments Off

“Kann ich schon mal ein paar Fragen vorab haben?” Diese Frage reiht sich gerne mal in den Tanz ein, den ich mit Interview-Gästen tanze. Anfrage, erstes Signal von Interesse – und dann zuweilen eben diese Bitte um Fragen. Da ich einerseits nicht mit Fragebogen in ein Interview gehe, andererseits aber gutheiße, wenn sich jemand auf das Interview einstellen oder vorbereiten möchte, schicke ich selten Fragen und stattdessen zwei, drei mögliche Themen des Gesprächs.

Vor einem Live-Interview kann das anders laufen. Gerade in diesem Fall: Margot Friedländer ist 92 Jahre alt und hat mir gesagt, sie würde das eigentlich lieber auf Deutsch machen. Das geht aber nicht, weil unser Publikum zu einem guten Teil gar kein Deutsch versteht. Also denke ich mir: Klar, gerne, wir gehen vorher einige Fragen einfach mal durch. Das hat allerdings unerwartete Folgen.

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FRAUENFRAGEN: Wer ist in?

13.03.2014 Comments Off

Wie fange ich es an, mit einer Feministin (Offenlegungs-Hinweis: das bin ich auch) über Frauenfragen zu sprechen? Für ein Interview mit Anke Domscheit-Berg lasse ich mir etwas einfallen. Aber dann bin ich auf einmal froh, dass ich ihr die fertige Fassung noch einmal zum Faktencheck vorzulegen versprach.

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TIMING oder: Ist schon wieder Weihnachten?

05.02.2014 Comments Off

Ach, würde doch bloß das Aufnahmegerät jetzt schon laufen! Dieser Gedanke schießt mir durch den Kopf, und zwar nicht zum ersten Mal. Wenn ich einen Interviewpartner treffe, warte ich ja nicht mit gezücktem Mikro, sondern mit ausgestreckter Hand (merke: Höflichkeit steht auch Journalistinnen ganz hervorragend). Blöderweise erzählt mir Felix “Phil” Grucci aber gleich bei der Begrüßung etwas, das einen herrlichen Interviewbeginn abgäbe. Schlechtes Timing. Was tun?

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Interviews verschriftlichen: JETZT SINGT DER AUCH NOCH!

23.12.2013 Comments Off

Das klingt immer so einfach: Du stellst Fragen, spitzt die Ohren bei den Antworten, nimmst das Interview auf – und tippst es nachher eben ab. Jetzt mal ganz abgesehen von der ganzen (späteren) Arbeit damit, aus einem Transkript ein Wortlaut-Interview zu machen: Manchmal machen Interviewpartner schon das Aufnahme-in-Schrift-Umwandeln zum Abenteuer.

Der Unterhaltungskünstler Brute Force alias Stephen Friedland etwa (more…)

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FRAGEN FÜR ZUKÜNFTIGE INTERVIEWER

10.01.2012 Comments Off

Seit ich in den USA wohne, erlebe ich manchmal merkwürdige Reaktionen, wenn ich von Interviews spreche. Zum Beispiel sage ich: “Ich muss diese Woche wahrscheinlich für ein Interview nach Los Angeles”, und daraufhin schaut meine Bekannte völlig entsetzt. Irgendwann stellt sich dann heraus, dass wir mal wieder der Uneindeutigkeit des Begriffs in die Falle gegangen sind: Auf Deutsch sind Interviews ganz klar journalistische Formate. Auf Englisch benutzt man dasselbe Wort außerdem für ein Vorstellungsgespräch. Und auch Journalistinnen gehen schließlich zu Vorstellungsgesprächen (weshalb meine Bekannte fürchtete, ich zöge bald weit, weit weg, dabei sollte ich doch nur mit einer Band sprechen).

Aber was fragen eigentlich die Profis den Nachwuchs, der vielleicht bald schon als Top-Interviewer bekannt werden wird?

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AUTORISIERUNG: SCHWARZ UND WEISS

12.10.2011 Comments Off

Alle Jahre wieder passiert es, heute beim Handelsblatt: Da erscheint ein Interview ohne Antworten, weil das Gezerre um den Inhalt eines Textes überhand nahm, der darauf beruht, dass tatsächlich jemand gefragt und ein anderer geantwortet hat. Die taz hat vor vielen Jahren einmal ein solches Interview auf die Titelseite der Printausgabe gestellt und die Antworten geschwärzt. Handelsblatt Online verwendet dafür Weißraum. Und was steckt dahinter?

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