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Entries Tagged as 'Interviewstile'

BIS EINER HEULT

17.05.2010 1 Kommentar

“Mann, mit diesen ewigen Depressionen kann der Typ einem ja leid tun”, sage ich in einer Pause zur Pressefrau. Woraufhin sie mir erzählt, dass er bei dem Interview, das im Anschluss an meinen Termin stattfand, vor laufender Kamera in Tränen ausgebrochen ist.

Ob das stimmt, weiß ich nicht. Ich habe lange überlegt, ob ich darüber überhaupt schreiben soll. Aber mich reizt die Frage dahinter: Wollen wir das? Gibt es Journalisten, die es als ihren Job begreifen, solche Emotionen hervorzurufen?

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LAUFEN LASSEN

12.04.2010 Keine Kommentare

Ein Sach-Interview mit einem Experten kann man ganz unterschiedlich angehen. Inhaltlich ist die Sache klar: Um Befindlichkeiten sollte es darin nicht gehen, wohl aber um Positionen. Der erste Strategiegedanke mag deshalb sein: konfrontativ rangehen. Ob das die richtige Wahl ist, hängt nicht nur von der Persönlichkeit des Interviewers ab, sondern auch vom Interviewten. Eine Alternative ist etwa: zurücknehmen, Beispiele und Sachverhalte antippen.

Da heißt es dann aufmerksam bleiben, um gegebenenfalls hartnäckig nachzufassen - und damit leben, dass die Fragen hinterher vielleicht ein wenig nach “laufen lassen” aussehen. Hauptsache, die Position des Interviewten kommt rüber. Wie etwa im Meedia-Interview von Mark Heywinkel, in dem Stephan Weichert über digitale Verlagsstrategien spricht.

Nachlesen? Bitteschön.

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SELBSTDARSTELLER

26.10.2009 Keine Kommentare

“Das ist das beste Album, das wir je gemacht haben.”

“Auf dem Set waren wir wie eine große Familie.”

Tausendmal gelesen, das. Dann kommt die kritische Frage. Antwort:

“Ach, darüber mache ich mir doch gar keine Gedanken.”

Klar, man kann darüber klagen, dass Promi-Interviews viel zu oberflächlich sind. Oder man macht sich mal Gedanken darüber, warum das so ist. (more…)

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INTERVIEWSTILE, TEIL 2: EMPATHISCH

18.03.2009 Keine Kommentare

Im ersten Teil ging es um konfrontative Interviews. Das ist nicht jedermanns Sache. Manche Menschen mögen den Schlagabtausch nicht besonders, sie fühlen sich in einer kooperativen, warmen Atmosphäre zu Hause. Auch das lässt sich für Interviews nutzen.

In der Managementsprache nennt man es “weiches Interview”: ein Gespräch, bei dem der Interviewer deutlich signalisiert, dass er sich in seinen Gesprächspartner einfühlen will. Gehört der etwa auf die Therapie-Couch?

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NÄHE

25.02.2009 Keine Kommentare

Interviews und Porträts lesen sich besonders gut, wenn es persönlich wird. Deswegen hoffen wir, unseren Gesprächspartnern nahe zu kommen mit unseren Themen und Fragen. Allerdings ist ein Interview keine Einbahnstraße: Wer heikle Punkte besprechen will, muss auch die Reaktionen aushalten können. Zum Beispiel einen Gefühlsausbruch. Da heißt es abwägen - moralisch standfest sein und obendrein wissen, wo die eigenen emotionalen Grenzen liegen. Am Ende kann man andererseits vielleicht auch eine Situation für den Text nutzen, die für einen selbst erst einmal unangenehm war. Die britische Journalistin und Buchautorin Carole Cadwalladr hat aus ihrem Interview mit Mickey Rourke ein Porträt gemacht, das auch ihr eigenes Befinden thematisiert. Es erschien im Observer, übersetzt und gekürzt dann auch in Der Freitag.

Nachlesen? Bitteschön!

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INTERVIEWSTILE, TEIL 1: KONFRONTATIV

12.01.2009 Keine Kommentare

Manche Menschen mögen den Schlagabtausch, sie vertreten schon im privaten Rahmen gern unbequeme Positionen, allein um zu sehen, wie weit sie damit kommen.Letzteres lässt sich auf einen konfrontativen Interviewstil übertragen: mit Provokation, Gegenargumenten, Suggestivfragen und so fort.

Das bringt ein Gespräch voran, in dem

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INTERVIEWFÜHRUNG: EINE FRAGE DER PERSÖNLICHKEIT

19.12.2008 Keine Kommentare

Kollegengespräch bei der Präsentation der neuen Ausgabe von Heimatdesign: Kann man das Interviewen lernen? Ich finde:

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