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Entries Tagged as 'Interviews führen'

INTERVIEWFRAGEN: ROSA ELEFANTEN

11.08.2010 Comments Off

Ich sage zwar gerne, wie sehr ich es schätze, dass es mein Job ist, alles zu fragen, was ich will. Aber ich stelle nicht jede Frage, die mir in den Sinn kommt. Manche würde zu nichts führen, für manche ist mir die Interviewzeit zu schade (zum Beispiel, weil ich es anderweitig herausfinden kann), und gar so manche ist schon allzu oft gestellt worden. Schließlich möchte ich meinen Interviewpartner nicht langweilen. Trotzdem setze ich diese Fragen, die ich mir schenken will, nicht auf die innere Verbotsliste – aus psychologischen Gründen.

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ZURÜCKGEFRAGT

21.07.2010 Comments Off

Recherche-Interviews, finde ich, kann man nur bedingt vorbereiten. Meistens denke ich mir bei solchen Gelegenheiten, ich könne ja immer noch ein “richtiges” Interview nachschieben, wenn eine Person sich dafür anbietet. Vielleicht ist das nur eine schlechte Angewohnheit. Trotzdem schreibe ich mir vor Rechercheterminen einige konkrete Fragen auf – allein schon, damit ich auf die Punkte achte, die mir wichtig erscheinen. Und manchmal führt die Situation dann zu Überraschungen – wie gestern mit Yeohlee Teng.

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FRAGEN FINDEN

01.07.2010 Comments Off

Beim Interview habe ich einen Plan. Ich weiß, was ich wissen will, meine Fragen sind zugespitzt formuliert, eine Reihenfolge habe ich auch im Kopf – das schafft Raum, um zuzuhören und zu reagieren und dann doch alles ganz anders zu machen und trotzdem das Ziel im Visier zu behalten. Aber erst einmal müssen ja die Themen und Fragen irgendwo herkommen. Auch dafür gibt es Strategien.

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EIN INTERVIEW VON A BIS Z

23.06.2010 Comments Off

Manchmal geht das so: Magazinmacher denken sich feste Rubriken aus, und Interviewer müssen es dann ausbaden. Liebstes Hobby, Schönheitstipp, Bücher für die einsame Insel, und bitte mit ein paar Sätzen drumherum, lieblos nach dem eigentlichen Auftrag abgehakt und entsprechend langweilig. Manchmal geht das nicht anders. Manchmal steht hinter einem solchen Ergebnis aber bloß Faulheit. Das beliebte “A bis Z” zum Beispiel, bei dem man Interviewpartner zu 26 verschiedenen Begriffen assoziieren lässt, kann man sehr wohl in ein unterhaltsames Gespräch verwandeln. Das Erfolgsgeheimnis:

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OHNE FRAGE(R)

03.06.2010 Comments Off

Interviews finden nicht nur hinter geschlossenen Türen statt, sondern auch öffentlich. Manchmal verstecken sie sich dann hinter Begriffen wie “Podiumsdiskussion” oder “Talk”. Oft werden Journalisten engagiert, um eine Gesprächsrunde in Gang zu bringen oder es einem Gast zu ersparen, einen schnöden Vortrag halten zu müssen. Weil Journalisten es drauf haben sollten, wie man gute Gespräche führt. Aber plötzlich frage ich mich, ob das wirklich stimmt. Mehr noch: Ob Interviewer in Live-Situationen womöglich überflüssig sind.

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FRAGEN NACH DEM UNBEGREIFLICHEN

27.05.2010 Comments Off

Wieso macht der das? Um diese Frage kommt Philip Banse nicht herum. Für dctp.tv interviewt er den Journalisten Stefan Laurin, Mitbegründer des Blogs “Ruhrbarone“, das – obwohl klar auf eine Region bezogen – sehr viele Leser anzieht und in Rankings gut abschneidet. So etwas hätte man gern als Geschäftsschablone in Medienkrisenzeiten. Doch gleich zu Beginn  (more…)

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BIS EINER HEULT

17.05.2010 1 Kommentar

“Mann, mit diesen ewigen Depressionen kann der Typ einem ja leid tun”, sage ich in einer Pause zur Pressefrau. Woraufhin sie mir erzählt, dass er bei dem Interview, das im Anschluss an meinen Termin stattfand, vor laufender Kamera in Tränen ausgebrochen ist.

Ob das stimmt, weiß ich nicht. Ich habe lange überlegt, ob ich darüber überhaupt schreiben soll. Aber mich reizt die Frage dahinter: Wollen wir das? Gibt es Journalisten, die es als ihren Job begreifen, solche Emotionen hervorzurufen?

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JA, MACH NUR EINEN PLAN

05.05.2010 Comments Off

Ich hatte ja lange genug Zeit. Einen Monat hat es gedauert, bis der Interviewtermin mit der Hälfte der Band The Black Keys endlich steht. Da hab ich mir schön was ausgedacht fürs Interview.

Aber Schlagzeuger Pat Carney ist nicht so ganz bei der Sache. Er hat eigentlich Urlaub, sagt er. Und nach den Hintergrundgeräuschen zu urteilen  (more…)

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LAUFEN LASSEN

12.04.2010 Comments Off

Ein Sach-Interview mit einem Experten kann man ganz unterschiedlich angehen. Inhaltlich ist die Sache klar: Um Befindlichkeiten sollte es darin nicht gehen, wohl aber um Positionen. Der erste Strategiegedanke mag deshalb sein: konfrontativ rangehen. Ob das die richtige Wahl ist, hängt nicht nur von der Persönlichkeit des Interviewers ab, sondern auch vom Interviewten. Eine Alternative ist etwa: zurücknehmen, Beispiele und Sachverhalte antippen.

Da heißt es dann aufmerksam bleiben, um gegebenenfalls hartnäckig nachzufassen – und damit leben, dass die Fragen hinterher vielleicht ein wenig nach “laufen lassen” aussehen. Hauptsache, die Position des Interviewten kommt rüber. Wie etwa im Meedia-Interview von Mark Heywinkel, in dem Stephan Weichert über digitale Verlagsstrategien spricht.

Nachlesen? Bitteschön.

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NOCH MEHR KUMMER?

19.03.2010 1 Kommentar

Nennen Sie mir doch einmal drei berühmte Interviewer. Zu schwierig? Das würde für feine Zurückhaltung sprechen. Oder dafür, dass man in Interviews wenig eigenen Stil zeigen kann. Unsinn. Interviewer sind so eitel wie andere Journalisten auch, und ohne eigenen Stil schaffen sie ihre Arbeit wohl kaum. Aber es gibt etwas, mit dem man viel mehr Aufmerksamkeit bekommt als mit guter Arbeit. Jedenfalls habe ich heute wieder einmal den Eindruck, mit Interviews kommt man am ehesten dann ins Gespräch, wenn man etwas falsch gemacht hat. Wie offenbar nun auch Ingo Mocek.

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