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Entries from 30.09.2010

DAS LETZTE

30.09.2010 Comments Off

Eine letzte Frage habe ich noch …” – so etwas verkneife ich mir im Interview. Zumindest theoretisch. Schließlich kann mir jederzeit noch eine andere Frage einfallen. Oder ich merke, dass ich eine vergessen habe. Oder die Antwort lässt mich aufhorchen und nachhaken. Mir ist zwar noch nie jemand begegnet, der mitzählt und dann sagt: “Bedaure, Sie haben Ihr Fragenkontingent aufgebraucht.” Aber mit einer solchen Ankündigung würde ich den Gong schlagen. Und für den bevorzuge ich den Klang von “Vielen Dank für das Gespräch”. Aber heute führt ein Hintergrundgeräusch im Interview mit dem Monster Magnet-Sänger Dave Wyndorf dazu, dass ich meine Regel breche.

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DER KLEINE UNTERSCHIED

24.09.2010 Comments Off

Interviewpartner haben ihre eigenen Ziele und Strategien. Da müssen Interviewer auf der Hut sein, dass sie nicht einfach nur benutzt werden – in der Regel für eine PR-Kampagne. Das ist auch David Letterman mit Joaquin Phoenix passiert. Als der sich jetzt dafür entschuldigt, zeigt sich, was von Interviewern auf einmal so alles erwartet wird.

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WAS ICH NOCH FRAGEN WOLLTE

10.09.2010 Comments Off

Ich habe noch nie ein Interview in einer Hüpfburg gemacht. Auch inhaltlich springe ich nicht gerne. Genauer gesagt: in Interviews; meine Freunde müssen mir oft Einhalt gebieten, wenn ich von Hölzken auf Stöcksken komme. Aber auf Privatgespräche bereite ich mich ja auch selten vor. Vor Interviews hilft es mir, meine Fragen in Themenblöcken zu arrangieren – das strukturiert meine Ideen, und ich kann flexibel auf das eingehen, was meine Gesprächspartnerin sagt, weil ich nicht nur eine Reihe von Fragen, sondern auch einige Schlagworte auf dem Zettel habe. Aber als ich mit Dorothee Ritz (Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Deutschland) telefoniere, passiert mir ein Fehler: Ich vergesse eine wichtige Frage.

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TALK ODER INTERVIEW?

03.09.2010 Comments Off

Live-Interviews unterscheiden sich von denen, die später aufgeschrieben und redigiert oder für den Rundfunk geschnitten werden. Giovanni di Lorenzo kennt sich mit beidem gut aus. Und er pocht auf die Unterschiede. Zusammen mit seiner neuen “3 nach 9″-Partnerin Judith Rakers steht er Marc Felix Serrao für die Süddeutsche Zeitung Rede und Antwort – und fragt zurück, als sollte er ein Live-Beispiel dafür geben, was ein konfrontativer Interview-Stil bewirken kann. Als Serrao kritisch nach dem freundlichen Ton in der Talkshow fragt, wundert sich di Lorenzo, wie wenig Ahnung Medienjournalisten vom Fernsehen haben, konstatiert, dass es doch sicher einen Grund dafür gäbe, warum keine Talkshow “dem Gast mit dem Hintern ins Gesicht” springe. Und fragt: “Was glauben Sie? Sie sind doch auch Medienjournalist.”

Nachlesen? Bitteschön!

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