Ich mache einen Workshop, bei dem es nicht nur um Interviews, sondern auch um Recherche geht. Dazu habe ich mir unter anderem zwei Beobachtungsübungen ausgedacht. Schließlich ist die eigene Wahrnehmung auch ein Rechercheinstrument. Ich weiß nicht, ob es daran liegt – vielleicht ist das nur meine verquere Wahrnehmung – aber:
Als meine Gruppe später zu Übungszwecken ein Interview mit mir macht, fragt eine Teilnehmerin, ob ich verheiratet sei. Ich frage zurück, ob sie das wegen des Rings an meiner linken Hand fragt. Das tut sie in der Tat – gut beobachtet!
Ich pappe mir sofort einen Notizzettel in den Hinterkopf: Beobachtung kann bei der Interviewvorbereitung zu neuen Fragen führen – und in Zukunft werde ich darauf hinweisen, diese Informationsquelle auch während des Interviews bewusst zu nutzen. Ob ich meinen Ring dann vor entsprechenden Übungen verschwinden lasse, weiß ich noch nicht.
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