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EINDRUCK SCHINDEN

19.02.2010 von Petra Engelke

Schon öfter habe ich jetzt darüber geschrieben, wie PR-Menschen zuweilen in Interviews eingreifen. Dabei ging es aber immer um das Ergebnis. Eine andere Form der Beeinflussung findet viel früher statt – und ich glaube, dass viele Journalisten darüber nur selten nachdenken (mich eingeschlossen):

die Wahl des Intervieworts. Klar habe ich schon in den letzten Löchern jemandem mein Mikro unter die Nase gehalten. Aber wenn Interviews von großen Firmen oder Agenturen arrangiert werden, geht es meist luxuriös zu. Da bucht dann jemand einen Konferenzraum in einem Hotel, in dem die Gesprächspartner nicht unbedingt auch logieren. Es gibt Wasser in Kristallkaraffen und Kaffee aus glänzenden Thermokannen, die perfekt ins Ambiente passen.

Alle sollen sich wohlfühlen. Das ist sehr nett. Und ein kleines bisschen mag es auch dazu beitragen sollen, dass der Text oder der Beitrag hinterher so freundlich ausfällt wie die Atmosphäre drumherum. Es ist zuweilen anstrengend, diesen Aspekt im Bewusstsein zu halten. Aber schlimm finde ich das nicht. Haben sie mich jetzt etwa am Wickel?

Pool

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3 Antworten bisher ↓

  • Hehe, der Pool sieht ja schick aus, aber die Hühnerkäfige dahinter…

    Wie sieht das denn von der anderen Seite aus: Inszeniert sich der Interviewer auch punktgenau? Bringt er (oder sie natürlich) eher seine Persönlichkeit mit in das Interview ein oder spielt man besser eine Rolle?

  • Danke für die Fragen – ich werde sie aufgreifen und nächste Woche einen eigenen Artikel darüber schreiben.

  • Oh, vielen Dank. Ich bin schon gespannt, möchte ich mich doch in nächster Zeit noch mehr mit Interviewführung beschäftigen. Also aktiv.