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(AN-) FRAGEN

23.04.2010 von Petrina Engelke

Gerade habe ich einen Interviewtermin mit Elizabeth Strout vereinbart. Den soll ich direkt mit ihr absprechen, hatte die amerikanische Verlagsfrau vorgeschlagen, und die E-Mail-Adresse herausgerückt. Das klingt einfach. Ist es aber nicht, finde ich.

Ich neige dazu, solche Anschreiben individuell zu gestalten, ohne Vorlage oder Textbausteine. Und ich weigere mich, flapsig zu schreiben, bloß weil die E-Mail-Form dazu einzuladen scheint – zumindest, nein: insbesondere bei Menschen, die mich nicht kennen.

Hier kommt noch hinzu: Elizabeth Strout ist Pulitzerpreisträgerin, und ihre Bücher bestehen aus sehr, sehr guten Sätzen. Das beeinflusst meinen Schreibfluss bei der Anfrage (schon dieses Wort, Anfrage, meine Güte, das erinnert mich immer an “angedacht”, bei dem es mich schüttelt – gut, dass ich das nicht auf Deutsch schreiben muss). Und so sitze ich lange an der E-Mail, bis sie präzise genug beschreibt, was ich sagen will.

Die Antwort kommt fast postwendend. Nun habe ich genug Zeit, um an meinen Fragen zu feilen.

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