p.eng header image 2

INTERVIEWFÜHRUNG: EINE FRAGE DER PERSÖNLICHKEIT

19.12.2008 von Petra Engelke

Kollegengespräch bei der Präsentation der neuen Ausgabe von Heimatdesign: Kann man das Interviewen lernen? Ich finde:

ja. Schließlich gebe ich Seminare zu diesem Thema. Talent macht – wie beim Schreiben auch – dabei nur einen geringen Bruchteil aus. Trotzdem setze ich nicht beim Handwerk, sondern an der Persönlichkeit an: Voraussetzung für eine optimale Gesprächsführung ist für mich, dass man sich erst einmal mit sich selbst auseinandersetzt.

„Wer bin ich?” ist eine Frage, für deren Beantwortung man sein ganzes Leben braucht. Wer Interviews machen will, tut also gut daran, sich immer wieder zu fragen, wie er oder sie Gespräche führt – und was ihm oder ihr liegt.

Interviewstile sind nicht per se gut oder schlecht; manchmal passen bloß nicht zu einem Gesprächspartner und Thema. Deswegen rate ich dazu, bei der Themenplanung nicht nur zu überlegen, ob Person und Interviewthema ins Blatt passen. Sondern auch, wer dafür der passende Interviewer ist.

Um sich dem eigenen Stil zu nähern, kann man etwa Revue passieren lassen, wie man sowohl im privaten als auch im beruflichen Rahmen mit anderen Menschen spricht. Manche Menschen können sich zum Beispiel besonders gut in andere einfühlen, andere gehen den Dingen so gern auf den Grund, dass sie sich in die kompliziertesten Sachverhalte verbeißen, wieder andere mögen den Schlagabtausch, sie diskutieren hart (und hoffentlich auch fair). Aus diesen und ähnlichen Neigungen – und ihren Mischformen – lässt sich ein eigener Interviewstil entwickeln. Einige Beispiele werde ich demnächst vorstellen.

Interviewstile, Teil 1

Interviewstile, Teil 2

Tags:   · Keine Kommentare

0 Antworten bisher ↓

Die Kommentare sind geschlossen. Wie Ruhrgebietsbuden nach 22 Uhr.