“Gute Fragen finden” – das ist die häufigste Antwort, die ich bei Seminaren und Workshops bekomme, wenn ich nach Lernzielen frage. Und in den E-Mails, die mich zuweilen über dieses Blog erreichen, steht auch recht oft: Wie kommt man auf Ideen für Interviewfragen?
Ich bin dann erst einmal geneigt zu antworten: Na ja, man denkt sie sich halt aus. Das liegt an der Frage; ähnliche Antworten bekommen Interviewer auch, wenn sie zum Beispiel Musiker, Erfinder oder Top-Taschendiebe danach fragen, woher ihre Inspiration stammt. Die übliche Antwort: von überall her.
Auf Ideen für Fragen kommen man genau so wie auf andere Ideen auch – mit einer Mischung aus Beobachtung, Spontaneität und Hirnschmalzproduktion. Was das konkret heißt, beantwortet jeder für sich selbst, je nach Persönlichkeit kommt man auf ganz unterschiedliche Dinge, und die gilt es dann mit den Interessen derjenigen abzugleichen, die das Ganze hinterher lesen (sollen). Und ja, das macht Arbeit.
Nicht in Fragestimmung? Hier drei völlig subjektive Anhaltspunkte, wie man die grauen Zellen zum Impulsfestival bewegen kann.
Für Bücherwürmer: Im Fachbuch oder Fremdwörterlexikon nach einem Stichwort suchen, dessen Bedeutung man nicht kennt. Es zum Synonym für die Interviewperson erklären. Sich fragen, was das wohl bedeutet.
Für Plüschmonster: Fünf Buchstaben aus dem Alphabet ziehen. Zu jedem ein Fragestichwort oder Thema finden. Danach den Buchstaben kaufen, den man für das Thema braucht, das einem jetzt wirklich unter den Nägeln brennt.
Für Elefantenfreunde: Mit Kolleginnen (zur Not mit sich selbst) einen Wettbewerb um die dümmsten, aber auch wirklich allerdümmsten Fragen veranstalten. Darüber lachen. Jetzt aber an die Arbeit.
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