Manchmal geht das so: Magazinmacher denken sich feste Rubriken aus, und Interviewer müssen es dann ausbaden. Liebstes Hobby, Schönheitstipp, Bücher für die einsame Insel, und bitte mit ein paar Sätzen drumherum, lieblos nach dem eigentlichen Auftrag abgehakt und entsprechend langweilig. Manchmal geht das nicht anders. Manchmal steht hinter einem solchen Ergebnis aber bloß Faulheit. Das beliebte “A bis Z” zum Beispiel, bei dem man Interviewpartner zu 26 verschiedenen Begriffen assoziieren lässt, kann man sehr wohl in ein unterhaltsames Gespräch verwandeln. Das Erfolgsgeheimnis:
1. Begriffe mit einem Hintergrund einstreuen, mit dem man sich genau auskennt. Dann Fragen nachlegen.
2. Begriffe mit einem Hintergedanken einstreuen. Den dann frech nach vorn holen.
3. Mit der Form spielen, um die Ecke denken und dann mit der eigentlichen Frage überraschen.
4. Die Form nutzen, um geradeheraus fragen, was keiner zu fragen traut, und dann dranbleiben.
5. Schlagfertigkeit. Auf beiden Seiten.
Ein hervorragendes Beispiel für all das ist das “A bis Z” von Jörg Harlan Rohleder (Musikexpress) mit Kylie Minogue - zu finden auf Welt online.
Tags: Frageformen · Interview · Interviewführung · Strategien · VorbereitungKeine Kommentare
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