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WOHIN MIT DEN QUERVERWEISEN?

06.08.2010 von Petra Engelke

Sobald es Ort und Thema auch nur ansatzweise hergeben, neigen Fachleute (glücklicherweise!) dazu, einem zu zeigen, was sie meinen. Das bringt jede Reportage nach vorne. Ist aber ein Wortlaut-Interview gefragt, packt manchen Interviewer der blanke Horror, sobald der Interviewte Grafiken hervorzaubert oder Geräte in Bewegung setzt. Wo soll man diese Querverweise später unterbringen? Mit der Arbeit an Strategien, wie man die Expertin dazu kriegt, ihre Ideen, Arbeitsweise und Ergebnisse in verständliche Worte zu fassen, die ohne Hilfsmittel funktionieren, kann ein Interviewer sehr viel Zeit verbringen. Dabei lässt sich die Zeigefreudigkeit prima nutzen.

Es kommt freilich auf das Medium an. Konservativen Printmedien lassen oft wenig Raum für Anschauliches. Jonathan Stray vom Nieman Journalism Lab zeigt, was online möglich ist. Er interviewt Simon Rogers, der als Redakteur das Data Blog des Guardian betreut – und ihm dazu allerlei Beispiele auf dem Monitor vorführt.

Stray veröffentlicht danach sein Interview in gleich drei Formen: Man kann sich ein Video-Interview ansehen, ein (geschriebenes) Feature mit Zitaten und ein Transkript des Interviews – und in beiden Texten sind die genannten Beispiele ebenso verlinkt wie zahlreiche Fachbegriffe.

Nachlesen? Bitteschön!

Eins passiert mir übrigens leider auch immer wieder: Fragen mit “so” einleiten. Im Moment will mir nicht einfallen, was das deutsche Pendant dazu ist.

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