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NÄHE

25.02.2009 von Petra Engelke

Interviews und Porträts lesen sich besonders gut, wenn es persönlich wird. Deswegen hoffen wir, unseren Gesprächspartnern nahe zu kommen mit unseren Themen und Fragen. Allerdings ist ein Interview keine Einbahnstraße: Wer heikle Punkte besprechen will, muss auch die Reaktionen aushalten können. Zum Beispiel einen Gefühlsausbruch. Da heißt es abwägen – moralisch standfest sein und obendrein wissen, wo die eigenen emotionalen Grenzen liegen. Am Ende kann man andererseits vielleicht auch eine Situation für den Text nutzen, die für einen selbst erst einmal unangenehm war. Die britische Journalistin und Buchautorin Carole Cadwalladr hat aus ihrem Interview mit Mickey Rourke ein Porträt gemacht, das auch ihr eigenes Befinden thematisiert. Es erschien im Observer, übersetzt und gekürzt dann auch in Der Freitag.

Nachlesen? Bitteschön!

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