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DAS LETZTE

30.09.2010 von Petra Engelke
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Eine letzte Frage habe ich noch …” – so etwas verkneife ich mir im Interview. Zumindest theoretisch. Schließlich kann mir jederzeit noch eine andere Frage einfallen. Oder ich merke, dass ich eine vergessen habe. Oder die Antwort lässt mich aufhorchen und nachhaken. Mir ist zwar noch nie jemand begegnet, der mitzählt und dann sagt: “Bedaure, Sie haben Ihr Fragenkontingent aufgebraucht.” Aber mit einer solchen Ankündigung würde ich den Gong schlagen. Und für den bevorzuge ich den Klang von “Vielen Dank für das Gespräch”. Aber heute führt ein Hintergrundgeräusch im Interview mit dem Monster Magnet-Sänger Dave Wyndorf dazu, dass ich meine Regel breche.

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DER KLEINE UNTERSCHIED

24.09.2010 von Petra Engelke
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Interviewpartner haben ihre eigenen Ziele und Strategien. Da müssen Interviewer auf der Hut sein, dass sie nicht einfach nur benutzt werden – in der Regel für eine PR-Kampagne. Das ist auch David Letterman mit Joaquin Phoenix passiert. Als der sich jetzt dafür entschuldigt, zeigt sich, was von Interviewern auf einmal so alles erwartet wird.

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WAS ICH NOCH FRAGEN WOLLTE

10.09.2010 von Petra Engelke
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Ich habe noch nie ein Interview in einer Hüpfburg gemacht. Auch inhaltlich springe ich nicht gerne. Genauer gesagt: in Interviews; meine Freunde müssen mir oft Einhalt gebieten, wenn ich von Hölzken auf Stöcksken komme. Aber auf Privatgespräche bereite ich mich ja auch selten vor. Vor Interviews hilft es mir, meine Fragen in Themenblöcken zu arrangieren – das strukturiert meine Ideen, und ich kann flexibel auf das eingehen, was meine Gesprächspartnerin sagt, weil ich nicht nur eine Reihe von Fragen, sondern auch einige Schlagworte auf dem Zettel habe. Aber als ich mit Dorothee Ritz (Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Deutschland) telefoniere, passiert mir ein Fehler: Ich vergesse eine wichtige Frage.

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TALK ODER INTERVIEW?

03.09.2010 von Petra Engelke
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Live-Interviews unterscheiden sich von denen, die später aufgeschrieben und redigiert oder für den Rundfunk geschnitten werden. Giovanni di Lorenzo kennt sich mit beidem gut aus. Und er pocht auf die Unterschiede. Zusammen mit seiner neuen “3 nach 9″-Partnerin Judith Rakers steht er Marc Felix Serrao für die Süddeutsche Zeitung Rede und Antwort – und fragt zurück, als sollte er ein Live-Beispiel dafür geben, was ein konfrontativer Interview-Stil bewirken kann. Als Serrao kritisch nach dem freundlichen Ton in der Talkshow fragt, wundert sich di Lorenzo, wie wenig Ahnung Medienjournalisten vom Fernsehen haben, konstatiert, dass es doch sicher einen Grund dafür gäbe, warum keine Talkshow “dem Gast mit dem Hintern ins Gesicht” springe. Und fragt: “Was glauben Sie? Sie sind doch auch Medienjournalist.”

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DIE FRAGE NACH DEM KAFFEE

25.08.2010 von Petra Engelke
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Ich will mir gerade eine Zeitschrift vom Couchtisch im Wartebereich nehmen, da öffnet sich die Fahrstuhltür und Manon Slome rauscht auf mich zu. Wir sind in ihrem Büro zum Interview verabredet. Sie eilt voraus und fragt: “Möchten Sie auch einen Kaffee?” Diese Frage ist nicht so harmlos, wie sie scheint. Denn die Antwort kann sich auf die Interviewatmosphäre auswirken. Und ich habe an diesem Punkt ein Handicap.

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INTERVIEWFRAGEN: WO KOMMT IHR DENN HER?

19.08.2010 von Petra Engelke
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“Gute Fragen finden” – das ist die häufigste Antwort, die ich bei Seminaren und Workshops bekomme, wenn ich nach Lernzielen frage. Und in den E-Mails, die mich zuweilen über dieses Blog erreichen, steht auch recht oft: Wie kommt man auf Ideen für Interviewfragen?

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INTERVIEWFRAGEN: ROSA ELEFANTEN

11.08.2010 von Petra Engelke
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Ich sage zwar gerne, wie sehr ich es schätze, dass es mein Job ist, alles zu fragen, was ich will. Aber ich stelle nicht jede Frage, die mir in den Sinn kommt. Manche würde zu nichts führen, für manche ist mir die Interviewzeit zu schade (zum Beispiel, weil ich es anderweitig herausfinden kann), und gar so manche ist schon allzu oft gestellt worden. Schließlich möchte ich meinen Interviewpartner nicht langweilen. Trotzdem setze ich diese Fragen, die ich mir schenken will, nicht auf die innere Verbotsliste – aus psychologischen Gründen.

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WOHIN MIT DEN QUERVERWEISEN?

06.08.2010 von Petra Engelke
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Sobald es Ort und Thema auch nur ansatzweise hergeben, neigen Fachleute (glücklicherweise!) dazu, einem zu zeigen, was sie meinen. Das bringt jede Reportage nach vorne. Ist aber ein Wortlaut-Interview gefragt, packt manchen Interviewer der blanke Horror, sobald der Interviewte Grafiken hervorzaubert oder Geräte in Bewegung setzt. Wo soll man diese Querverweise später unterbringen? Mit der Arbeit an Strategien, wie man die Expertin dazu kriegt, ihre Ideen, Arbeitsweise und Ergebnisse in verständliche Worte zu fassen, die ohne Hilfsmittel funktionieren, kann ein Interviewer sehr viel Zeit verbringen. Dabei lässt sich die Zeigefreudigkeit prima nutzen.

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DER MANN MIT DER UHR

29.07.2010 von Petra Engelke
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Ein angenehmer Ort kann das Interview für beide Seiten erleichtern. So lassen Pressebetreuer den Konferenzraum mit Getränken und Keksen ausstatten, oder sie buchen gleich ein schickes Hotel-Penthouse, auf dessen Sofa sich fläzen kann, wer das für image- oder gesprächsfördernd hält. Dass ich jetzt hier auf der Dachterrasse sitze, war aber nicht die Idee von Pressebetreuern. Zwar waren gleich drei von ihnen an der Anbahnung des Interviewtermins beteiligt. Den Ort aber hat mein Gesprächspartner vorgeschlagen – und am Ende passiert etwas, das wir beide nur von Terminen mit Pressesprechern kennen.

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ZURÜCKGEFRAGT

21.07.2010 von Petra Engelke
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Recherche-Interviews, finde ich, kann man nur bedingt vorbereiten. Meistens denke ich mir bei solchen Gelegenheiten, ich könne ja immer noch ein “richtiges” Interview nachschieben, wenn eine Person sich dafür anbietet. Vielleicht ist das nur eine schlechte Angewohnheit. Trotzdem schreibe ich mir vor Rechercheterminen einige konkrete Fragen auf – allein schon, damit ich auf die Punkte achte, die mir wichtig erscheinen. Und manchmal führt die Situation dann zu Überraschungen – wie gestern mit Yeohlee Teng.

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