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Entries Tagged as 'Einflussfaktoren'

EINDRUCK SCHINDEN

19.02.2010 3 Kommentare

Schon öfter habe ich jetzt darüber geschrieben, wie PR-Menschen zuweilen in Interviews eingreifen. Dabei ging es aber immer um das Ergebnis. Eine andere Form der Beeinflussung findet viel früher statt – und ich glaube, dass viele Journalisten darüber nur selten nachdenken (mich eingeschlossen):

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FALSCHE ANTWORT

10.02.2010 1 Kommentar

Irgendwer will bei Interviews immer seine Interessen durchdrücken. Dieser Umstand wird meist im Zusammenhang mit “Autorisierung” beklagt. In den letzten Wochen habe ich es mehrfach mit anderweitigen Begehrlichkeiten zu tun gehabt: Redakteure und Magazinmacher erwarten zuweilen ganz bestimmte Antworten. Und das führt zu absurdem Theater.

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AUF WESSEN SEITE STEHST DU EIGENTLICH?

25.11.2009 Comments Off

Kevin Devine ist Musiker. Und (akademisch ausgebildeter) Journalist. Im Interview mit ihm erfahre ich, warum er den einen Beruf dem anderen letztlich vorgezogen hat – und, nur scheinbar ganz nebenbei: wieso er nicht beides gleichzeitig sein will. Seine Ausführungen sind ein gutes Beispiel für Interessenkonflikte – und die Rolle eines Journalisten. Auch wenn es in seinem Fall nicht um Berichterstattung über Lobbyisten geht, sondern um Musikkritiken. Dazu drei Fragen und Antworten:

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FRAG DEN RICHTER (LIEBER NICHT)

17.11.2009 Comments Off

Autorisieren klingt schon so autoritär. Im journalistischen Alltag sind aber leider nicht alle Hürden genommen, nachdem eine Journalistin die gewünschte Person zu einem Interviewtermin bewegen konnte und Antworten auf ihre Fragen auf Band oder Stick hat. Manche fragen hinterher scheinheilig, ob sie “das noch mal sehen dürfen”. Andere lassen sich überhaupt nur auf ein Gespräch mit der Presse ein, wenn ihnen vorher schriftlich versichert wird, dass sie den Text oder Beitrag später “abnehmen” werden, bevor auch nur ein Sterbenswörtchen davon an die Öffentlichkeit gerät. Muss das sein?

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GESAGT IST GESAGT

03.11.2009 Comments Off

Das habe ich nie gesagt! An dieser Feststellung hängt vielleicht ein Vorwurf. Auf jeden Fall hat sie einen Änderungswunsch in Schlepptau. Und normalerweise kommt  dieser Satz von denen, deren Antworten Interviewerinnen veröffentlichen (möchten). Mit Jon Spencer geht es mir andersrum.

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ELCHTEST

23.06.2009 Comments Off

Manchmal kann ich meine Interviewpartner nicht persönlich treffen – besonders, wenn es internationale Jetsetter sind. E-Mail-Interviews mache ich nur selten, weil dabei die Möglichkeit fehlt, direkt auf das zu reagieren, was mein Gesprächspartner sagt. Also bleiben nur Chat und Telefon als Ausweichmöglichkeit. Diesmal stehen gleich zwei Telefoninterviews an einem Tag an. Mittags ruft mich  (more…)

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VERTRAULICH

07.06.2009 Comments Off

In den meisten Magazinen folgt das Wortlaut-Interview einer festgelegten Form: Ein kurzer Vorspann beschreibt die Interviewsituation, reißt vielleicht auch Kernthemen an, dann folgen Fragen und Antworten, oft gibt es zudem einen kurzen Extrateil mit biografischen Daten über den Interviewgast. Wer mehr vom Drumherum erzählen möchte, wählt meistens eine andere Darstellungsform, etwa “Porträt” oder “Gesprächsprotokoll”. Aber man braucht sich nicht sklavisch an diese Abgrenzung zu halten.

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MAULKORB

28.05.2009 Comments Off

Klar kann mich sich darüber beschweren, dass vielen Interviewpartnern das Vertrauen fehlt, so dass sie sich entweder hinter Allgemeinplätzen und vagen Andeutungen verschanzen oder beim Autorisieren all das herausstreichen möchten, was dem Gespräch Ecken und Kanten gibt. Es lohnt aber, auch einmal die andere Seite zu betrachten: Warum legen manche Menschen sich selbst einen Maulkorb an, sobald ein Mikrofon auf sie gerichtet ist? Mit der Ankündigung, er dürfe jetzt mutig sein, beginnt Tobias Goltz sein Interview mit  Oliver Welke (veröffentlicht auf Planet Interview). Der erzählt von Wünschen und Wirklichkeit – und auch davon, was passiert, wenn Interviews bei der Bearbeitung plötzlich Zusammenhänge herstellen, die es vorher nicht gab.

Nachlesen? Bitteschön!

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ICH SEHE WAS, WAS DU NICHT SIEHST

05.05.2009 Comments Off

Ich mache einen Workshop, bei dem es nicht nur um Interviews, sondern auch um Recherche geht. Dazu habe ich mir unter anderem zwei Beobachtungsübungen ausgedacht. Schließlich ist die eigene Wahrnehmung auch ein Rechercheinstrument. Ich weiß nicht, ob es daran liegt – vielleicht ist das nur meine verquere Wahrnehmung – aber:

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GERÄUSCHKULISSE

16.02.2009 Comments Off

Bei meinem Besuch in New York sehe ich ein Video-Porträt, das mich an etwas erinnert:  die eigene Stimme. Wer seine Interviews in irgendeiner Form aufzeichnet, hört sich beim Bearbeiten selbst sprechen. Dass sich das eigenartig anfühlt, hat biologische und physikalische Ursachen, daran gewöhnt man sich. Die Interviewteile dieses Videos erinnern mich daran, dass es durchaus Stimm-Anteile gibt, auf die man sich vorbereiten kann.

In diesem Falle höre ich (more…)

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