“Gute Fragen finden” - das ist die häufigste Antwort, die ich bei Seminaren und Workshops bekomme, wenn ich nach Lernzielen frage. Und in den E-Mails, die mich zuweilen über dieses Blog erreichen, steht auch recht oft: Wie kommt man auf Ideen für Interviewfragen?
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INTERVIEWFRAGEN: WO KOMMT IHR DENN HER?
19.08.2010 Keine Kommentare
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EIN INTERVIEW VON A BIS Z
23.06.2010 Keine Kommentare
Manchmal geht das so: Magazinmacher denken sich feste Rubriken aus, und Interviewer müssen es dann ausbaden. Liebstes Hobby, Schönheitstipp, Bücher für die einsame Insel, und bitte mit ein paar Sätzen drumherum, lieblos nach dem eigentlichen Auftrag abgehakt und entsprechend langweilig. Manchmal geht das nicht anders. Manchmal steht hinter einem solchen Ergebnis aber bloß Faulheit. Das beliebte “A bis Z” zum Beispiel, bei dem man Interviewpartner zu 26 verschiedenen Begriffen assoziieren lässt, kann man sehr wohl in ein unterhaltsames Gespräch verwandeln. Das Erfolgsgeheimnis:
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FRAGEN NACH DEM UNBEGREIFLICHEN
27.05.2010 Keine Kommentare
Wieso macht der das? Um diese Frage kommt Philip Banse nicht herum. Für dctp.tv interviewt er den Journalisten Stefan Laurin, Mitbegründer des Blogs “Ruhrbarone“, das - obwohl klar auf eine Region bezogen - sehr viele Leser anzieht und in Rankings gut abschneidet. So etwas hätte man gern als Geschäftsschablone in Medienkrisenzeiten. Doch gleich zu Beginn (more…)
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ZEIG’S MIR
04.02.2010 Keine Kommentare
Belehren ist nicht unsere Aufgabe. So viel selbstgerechte Pädagogik steckt hinter vermeintlichem Expertentum, wenn alles vorgekaut und interpretiert ist, aber nichts gezeigt. Deshalb kratzen Journalisten das Oberlehrerhafte entweder aus ihren Entwürfen - oder sie bauen auf masochistische Leser. Ein Interview braucht geistige Offenheit ganz besonders - sonst braucht man gar nicht erst zu fragen. Es sei denn, man nimmt ganz bewusst eine entsprechende Rolle ein: Allerlei fertige Interpretationen serviert Julian Hanich dem Regisseur Jason Reitman als Fragen im Tagesspiegel-Interview - und wählt dann als Überschrift ausgerechnet “Bewegen statt belehren”. Jetzt bin ich zwiegespalten.
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UNGEFRAGT REINGESCHOBEN
15.01.2010 Keine Kommentare
Irgendeine Information bleibt immer auf der Strecke. In Interviews kann daraus ein Formproblem werden: Was tun, wenn ich zwar die Antwort verstehe, weil ich (wie es sich gehört) bestens vorbereitet bin - aber gleichzeitig unsicher bin, ob meine Leser dem Gesagten ohne Erläuterung folgen können?
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WENN INTERVIEWER ZU SEHR KLAMMERN
30.12.2009 Keine Kommentare
Hinterher klinge ich lässig. Während des Interviews verfolge ich unerwartete Spuren, reagiere spontan auf Gesagtes und Atmosphärisches. Aber für mich funktioniert das nur, weil ich meine Grundfragen bis aufs einzelne Wort vorbereite. Ich überlege mir nicht nur Stichpunkte, sondern ich probiere bei der Vorbereitung verschiedene Frageformen und komplette Formulierungen aus. Pedanterie? Eher Psychologie:
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INTERVIEWFRAGEN: WARUM IMMER WARUM?
23.12.2009 Keine Kommentare
Kleine Kinder beherrschen die Kunst der Nervensägerei mit zweieinhalb Silben: Waruhuum? Eltern nennen es mit gezwungenem Lächeln “wünschenswerte Wissbegier”, wenn die lieben Kleinen auf jede Antwort nur ein neues “und warum?” hinterherschieben. Geschwister finden weniger freundliche Euphemismen dafür. Warum sollte ich also meinen Interviewpartnern mit einem Wort die Stimmung verderben?
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COUCH-FRAGEN
11.12.2009 Keine Kommentare
Damit ein Interview spannend wird, braucht es eine gute Dramaturgie. Manchmal, glaube ich, geht an diesem Punkt etwas schief. Erstens: Dramaturgie ist nicht gleich Drama. Zweitens sind Gefühle sind nicht per se ein passendes Thema. Und drittens darf eine Journalistin zwar theoretisch alles Mögliche fragen; praktisch aber ist es klüger, genau das nicht zu tun. Sondern sich vorher zu überlegen, wohin die Frage führt. Lautet die Antwort: geradewegs auf die Couch, mag das ein Indiz dafür sein, dass sie nicht ins Interview gehört. Paradebeispiel:
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MUSS DAS SEIN?
02.12.2009 1 Kommentar
Kurze Aussagen zum Schweizer Minarettverbot bekommt Dietrich Alexander in der “Welt”. Seine Fragen an den Islamwissenschaftler Reinhard Schulze kommen Thesen nahe - ja, man kann ein Interview ausschließlich mit geschlossenen Fragen durchziehen.
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GUTE FRAGE!
08.10.2009 Keine Kommentare
Ach, so geht es mit der Eitelkeit: Der Mensch hört zuweilen nur das, was er hören will. Im Interview zum Beispiel, wenn einer sagt: “Oh, das ist eine gute Frage.” Vielleicht soll es ja ein Lob sein. Wahrscheinlicher ist aber, dass sich dahinter höfliche Strategie verbirgt: Zeit gewinnen lautet die Devise, mit der manches Interview gehandelt wird.
Ein Spezialfall liegt vor, wenn ein Interviewgast damit - oder mit anderen Mitteln - sehr viele Fragen beantwortet. Genauer gesagt: eben nicht beantwortet. So füllt sich das Stundenglas, nicht aber der geplante journalistische Beitrag. Was tun?
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