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Entries Tagged as 'Interview'

EIN INTERVIEW VON A BIS Z

23.06.2010 Comments Off

Manchmal geht das so: Magazinmacher denken sich feste Rubriken aus, und Interviewer müssen es dann ausbaden. Liebstes Hobby, Schönheitstipp, Bücher für die einsame Insel, und bitte mit ein paar Sätzen drumherum, lieblos nach dem eigentlichen Auftrag abgehakt und entsprechend langweilig. Manchmal geht das nicht anders. Manchmal steht hinter einem solchen Ergebnis aber bloß Faulheit. Das beliebte “A bis Z” zum Beispiel, bei dem man Interviewpartner zu 26 verschiedenen Begriffen assoziieren lässt, kann man sehr wohl in ein unterhaltsames Gespräch verwandeln. Das Erfolgsgeheimnis:

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FRAGEN NACH DEM UNBEGREIFLICHEN

27.05.2010 Comments Off

Wieso macht der das? Um diese Frage kommt Philip Banse nicht herum. Für dctp.tv interviewt er den Journalisten Stefan Laurin, Mitbegründer des Blogs “Ruhrbarone“, das – obwohl klar auf eine Region bezogen – sehr viele Leser anzieht und in Rankings gut abschneidet. So etwas hätte man gern als Geschäftsschablone in Medienkrisenzeiten. Doch gleich zu Beginn  (more…)

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GESPRÄCH, BEFRAGUNG, VERHÖR

11.03.2010 Comments Off

Heute hat mich die Pausenlektüre einmal wieder daran erinnert: Journalismus lebt vom Fragen. Doch denkt man gleich an diese hübschen Hochglanzmagazinstücken, in denen es um Persönlichkeit geht, sobald das Wort “Interview” fällt . Deshalb wirkt es seltsam deplaziert in einem Text in der Welt, der wiederum aus der New York Times zitiert:

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DRUCKEN STATT DRUCKSEN

05.03.2010 Comments Off

Dean DeLeo zählt offenbar nicht zu denjenigen, die bei Autorisierungen allerlei Dinge zurücknehmen. Im Gegenteil: Der Gitarrist der Stone Temple Pilots spricht einen Satz zu Ende, macht eine kleine Pause, doch als ich eine Anschlussfrage stelle, unterbricht er mich und sagt:

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ZEIG’S MIR

04.02.2010 Comments Off

Belehren ist nicht unsere Aufgabe. So viel selbstgerechte Pädagogik steckt hinter vermeintlichem Expertentum, wenn alles vorgekaut und interpretiert ist, aber nichts gezeigt. Deshalb kratzen Journalisten das Oberlehrerhafte entweder  aus ihren Entwürfen – oder sie bauen auf masochistische Leser. Ein Interview braucht geistige Offenheit ganz besonders – sonst braucht man gar nicht erst zu fragen. Es sei denn, man nimmt ganz bewusst eine entsprechende Rolle ein: Allerlei fertige Interpretationen serviert Julian Hanich dem Regisseur Jason Reitman als Fragen im Tagesspiegel-Interview  – und wählt dann als Überschrift ausgerechnet “Bewegen statt belehren”. Jetzt bin ich zwiegespalten.

Nachlesen? Bitteschön!

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KEINE FRAGEN AN SALINGER

29.01.2010 Comments Off

Wenn ein berühmter Mensch stirbt, muss ein Nachruf her. Meist steigt auch die Nachfrage nach Interviews an – besonders die nach dem letzten. Ein lieber Kollege hat eine Zeit hinter sich, in der er sich fragen lassen musste, ob er ein Unglücksrabe sei – binnen eines Jahres hatte er mehrere solcher letzten Interviews im Computer, weil seine Interviewpartner kurz nach den jeweiligen Terminen gestorben waren.

Und jetzt lese ich seit Tagen Texte über J. D. Salinger, denen man das Ringen um aktuelle Information, geschweige denn O-Töne, deutlich anmerkt. Salinger hat kaum Interviews gegeben. Ironischerweise brach er einmal sein Schweigen, weil er sein zurückgezogenes Dasein schützen wollte. Aus seinem Beispiel lassen sich mindestens zwei Lehren ziehen.

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STURM IM PROSECCOGLAS

06.01.2010 Comments Off

Autorisierungswünsche nerven. Weil damit die Sorge einhergeht, dass die Interviewte dabei wichtige Aussagen wieder zurückziehen will. Und Dinge einfügt, die sie nie gesagt hat. Und weil das Prozedere Arbeit macht. Aber diese Gründe höre ich selten.Beschwerden über die Interview-Autorisierung orakeln stattdessen mindestens Gefahren für die Moral, wenn nicht gar für die Zukunft des Journalismus. Ehrenwert, so scheint es. Doch (more…)

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INTERVIEWFRAGEN: WARUM IMMER WARUM?

23.12.2009 Comments Off

Kleine Kinder beherrschen die Kunst der Nervensägerei mit zweieinhalb Silben: Waruhuum? Eltern nennen es mit gezwungenem Lächeln “wünschenswerte Wissbegier”, wenn die lieben Kleinen auf jede Antwort nur ein neues “und warum?” hinterherschieben. Geschwister finden weniger freundliche Euphemismen dafür. Warum  sollte ich also meinen Interviewpartnern mit einem Wort die Stimmung verderben?

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MUSS DAS SEIN?

02.12.2009 1 Kommentar

Kurze Aussagen zum Schweizer Minarettverbot bekommt Dietrich Alexander in der “Welt”. Seine Fragen an den Islamwissenschaftler Reinhard Schulze kommen Thesen nahe – ja, man kann ein Interview ausschließlich mit geschlossenen Fragen durchziehen.

Nachlesen? Bitteschön!

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AUF WESSEN SEITE STEHST DU EIGENTLICH?

25.11.2009 Comments Off

Kevin Devine ist Musiker. Und (akademisch ausgebildeter) Journalist. Im Interview mit ihm erfahre ich, warum er den einen Beruf dem anderen letztlich vorgezogen hat – und, nur scheinbar ganz nebenbei: wieso er nicht beides gleichzeitig sein will. Seine Ausführungen sind ein gutes Beispiel für Interessenkonflikte – und die Rolle eines Journalisten. Auch wenn es in seinem Fall nicht um Berichterstattung über Lobbyisten geht, sondern um Musikkritiken. Dazu drei Fragen und Antworten:

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