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Entries Tagged as 'Strategien'

TALK ODER INTERVIEW?

03.09.2010 Keine Kommentare

Live-Interviews unterscheiden sich von denen, die später aufgeschrieben und redigiert oder für den Rundfunk geschnitten werden. Giovanni di Lorenzo kennt sich mit beidem gut aus. Und er pocht auf die Unterschiede. Zusammen mit seiner neuen “3 nach 9″-Partnerin Judith Rakers steht er Marc Felix Serrao für die Süddeutsche Zeitung Rede und Antwort - und fragt zurück, als sollte er ein Live-Beispiel dafür geben, was ein konfrontativer Interview-Stil bewirken kann. Als Serrao kritisch nach dem freundlichen Ton in der Talkshow fragt, wundert sich di Lorenzo, wie wenig Ahnung Medienjournalisten vom Fernsehen haben, konstatiert, dass es doch sicher einen Grund dafür gäbe, warum keine Talkshow “dem Gast mit dem Hintern ins Gesicht” springe. Und fragt: “Was glauben Sie? Sie sind doch auch Medienjournalist.”

Nachlesen? Bitteschön!

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VOM STAR-INTERVIEW ZUM ZITAT-GENERATOR

13.07.2010 Keine Kommentare

Interviews sind Kunst. Und ein Geschäft. Auf der einen Seite des Handels steht einer, der Aufmerksamkeit für sich erwirbt (und für was auch immer er gerade für lukrativ oder wichtig hält). Auf der anderen Seite steht einer, der Aufmerksamkeit für sein Magazin erwirbt (weil er das für lukrativ oder wichtig hält). Und dazwischen steht der Interviewer. Also ich.

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EIN INTERVIEW VON A BIS Z

23.06.2010 Keine Kommentare

Manchmal geht das so: Magazinmacher denken sich feste Rubriken aus, und Interviewer müssen es dann ausbaden. Liebstes Hobby, Schönheitstipp, Bücher für die einsame Insel, und bitte mit ein paar Sätzen drumherum, lieblos nach dem eigentlichen Auftrag abgehakt und entsprechend langweilig. Manchmal geht das nicht anders. Manchmal steht hinter einem solchen Ergebnis aber bloß Faulheit. Das beliebte “A bis Z” zum Beispiel, bei dem man Interviewpartner zu 26 verschiedenen Begriffen assoziieren lässt, kann man sehr wohl in ein unterhaltsames Gespräch verwandeln. Das Erfolgsgeheimnis:

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JA, MACH NUR EINEN PLAN

05.05.2010 Keine Kommentare

Ich hatte ja lange genug Zeit. Einen Monat hat es gedauert, bis der Interviewtermin mit der Hälfte der Band The Black Keys endlich steht. Da hab ich mir schön was ausgedacht fürs Interview.

Aber Schlagzeuger Pat Carney ist nicht so ganz bei der Sache. Er hat eigentlich Urlaub, sagt er. Und nach den Hintergrundgeräuschen zu urteilen  (more…)

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LAUFEN LASSEN

12.04.2010 Keine Kommentare

Ein Sach-Interview mit einem Experten kann man ganz unterschiedlich angehen. Inhaltlich ist die Sache klar: Um Befindlichkeiten sollte es darin nicht gehen, wohl aber um Positionen. Der erste Strategiegedanke mag deshalb sein: konfrontativ rangehen. Ob das die richtige Wahl ist, hängt nicht nur von der Persönlichkeit des Interviewers ab, sondern auch vom Interviewten. Eine Alternative ist etwa: zurücknehmen, Beispiele und Sachverhalte antippen.

Da heißt es dann aufmerksam bleiben, um gegebenenfalls hartnäckig nachzufassen - und damit leben, dass die Fragen hinterher vielleicht ein wenig nach “laufen lassen” aussehen. Hauptsache, die Position des Interviewten kommt rüber. Wie etwa im Meedia-Interview von Mark Heywinkel, in dem Stephan Weichert über digitale Verlagsstrategien spricht.

Nachlesen? Bitteschön.

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NOCH MEHR KUMMER?

19.03.2010 1 Kommentar

Nennen Sie mir doch einmal drei berühmte Interviewer. Zu schwierig? Das würde für feine Zurückhaltung sprechen. Oder dafür, dass man in Interviews wenig eigenen Stil zeigen kann. Unsinn. Interviewer sind so eitel wie andere Journalisten auch, und ohne eigenen Stil schaffen sie ihre Arbeit wohl kaum. Aber es gibt etwas, mit dem man viel mehr Aufmerksamkeit bekommt als mit guter Arbeit. Jedenfalls habe ich heute wieder einmal den Eindruck, mit Interviews kommt man am ehesten dann ins Gespräch, wenn man etwas falsch gemacht hat. Wie offenbar nun auch Ingo Mocek.

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INTERVIEWS FÜHREN: UND WAS IST MIT MIR?

26.02.2010 3 Kommentare

“Und, wie war XY so?”, fragen Freunde hinterher. Fraglich, ob sich das nach einer halben Stunde im selben Raum sagen lässt. Einmal davon abgesehen, dass die Interviewten oft durch ihre Rolle und nicht als Privatperson für Interviews interessant werden - und sich entsprechend präsentieren. Trotzdem jagen die meisten Journalisten dem Authentischen nach. Sie wollen den Interviewpartner als Menschen sehen - schließlich ist ein Interview zur Parademethode geworden, um Einblicke in Innenleben zu geben. Muss, wer das erreichen möchte,  er selbst sein oder sollte er sich ebenso inszenieren?

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FALSCHE ANTWORT

10.02.2010 1 Kommentar

Irgendwer will bei Interviews immer seine Interessen durchdrücken. Dieser Umstand wird meist im Zusammenhang mit “Autorisierung” beklagt. In den letzten Wochen habe ich es mehrfach mit anderweitigen Begehrlichkeiten zu tun gehabt: Redakteure und Magazinmacher erwarten zuweilen ganz bestimmte Antworten. Und das führt zu absurdem Theater.

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KEINE FRAGEN AN SALINGER

29.01.2010 Keine Kommentare

Wenn ein berühmter Mensch stirbt, muss ein Nachruf her. Meist steigt auch die Nachfrage nach Interviews an - besonders die nach dem letzten. Ein lieber Kollege hat eine Zeit hinter sich, in der er sich fragen lassen musste, ob er ein Unglücksrabe sei - binnen eines Jahres hatte er mehrere solcher letzten Interviews im Computer, weil seine Interviewpartner kurz nach den jeweiligen Terminen gestorben waren.

Und jetzt lese ich seit Tagen Texte über J. D. Salinger, denen man das Ringen um aktuelle Information, geschweige denn O-Töne, deutlich anmerkt. Salinger hat kaum Interviews gegeben. Ironischerweise brach er einmal sein Schweigen, weil er sein zurückgezogenes Dasein schützen wollte. Aus seinem Beispiel lassen sich mindestens zwei Lehren ziehen.

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RÜCKBLICKEND WÜRDE ICH SAGEN …

11.11.2009 Keine Kommentare

Interviews können Quellen sein. Der bevorzugte Weg ist zwar: Erst passiert etwas, und danach versuchen Journalisten, mit den Beteiligten zu sprechen. Aber manchmal nutzt es viel mehr, Interviews mit eben jenen Beteiligten anzuschauen, die vor dem Ereignis entstanden.

Zum Beispiel: Das aktuelle Album von Rammstein (veröffentlicht am 16.10.) darf seit heute nicht mehr an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden, weil die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien es auf den Index gesetzt hat. In der Berichterstattung darüber wird häufig ein Bandmitglied zitiert - mit einer direkten Reaktion auf die Indizierung, die Bild am Sonntag veröffentlichte.

Man kann aber auch mal schauen, welche Auffassung von Jugendschutz die Band vor der Indizierung vertrat.

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