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Entries Tagged as 'verschriftlichen'

UNGEFRAGT REINGESCHOBEN

15.01.2010 Comments Off

Irgendeine Information bleibt immer auf der Strecke. In Interviews kann daraus ein Formproblem werden: Was tun, wenn ich zwar die Antwort verstehe, weil ich (wie es sich gehört) bestens vorbereitet bin – aber gleichzeitig unsicher bin, ob meine Leser dem Gesagten ohne Erläuterung folgen können?

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STURM IM PROSECCOGLAS

06.01.2010 Comments Off

Autorisierungswünsche nerven. Weil damit die Sorge einhergeht, dass die Interviewte dabei wichtige Aussagen wieder zurückziehen will. Und Dinge einfügt, die sie nie gesagt hat. Und weil das Prozedere Arbeit macht. Aber diese Gründe höre ich selten.Beschwerden über die Interview-Autorisierung orakeln stattdessen mindestens Gefahren für die Moral, wenn nicht gar für die Zukunft des Journalismus. Ehrenwert, so scheint es. Doch (more…)

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FRAG DEN RICHTER (LIEBER NICHT)

17.11.2009 Comments Off

Autorisieren klingt schon so autoritär. Im journalistischen Alltag sind aber leider nicht alle Hürden genommen, nachdem eine Journalistin die gewünschte Person zu einem Interviewtermin bewegen konnte und Antworten auf ihre Fragen auf Band oder Stick hat. Manche fragen hinterher scheinheilig, ob sie “das noch mal sehen dürfen”. Andere lassen sich überhaupt nur auf ein Gespräch mit der Presse ein, wenn ihnen vorher schriftlich versichert wird, dass sie den Text oder Beitrag später “abnehmen” werden, bevor auch nur ein Sterbenswörtchen davon an die Öffentlichkeit gerät. Muss das sein?

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GESAGT IST GESAGT

03.11.2009 Comments Off

Das habe ich nie gesagt! An dieser Feststellung hängt vielleicht ein Vorwurf. Auf jeden Fall hat sie einen Änderungswunsch in Schlepptau. Und normalerweise kommt  dieser Satz von denen, deren Antworten Interviewerinnen veröffentlichen (möchten). Mit Jon Spencer geht es mir andersrum.

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WAS SAGT DIE REGIE?

21.10.2009 Comments Off

Manchmal schlüpfen Interviewer beim Verschriftlichen in die Rolle des Dramatikers: Sie straffen und ordnen Dialoge so, dass sie einer Dramaturgie folgen. So soll es sein. Und manchmal erlauben sie ihren Fingern, Klammern auf den Monitor oder das Papier zu tippen. Gefüllt mit Regieanweisungen. Ist das denn Aufgabe von Journalisten?

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ZEIT FÜRS FRESSBLOG

15.10.2009 Comments Off

Schön, wenn ein Interview Fragen aufwirft, über die man nach der Lektüre nachdenken kann. Bei Antworten, die aus einer fremden Sprache übersetzt wurden, frage ich mich zuweilen, was die Interviewte wohl im Originalton gesagt hat. Zum Beispiel, was Fiona Spruill, Online-Chefin der New York Times, in einem E-Mail-Interview mit Doris Priesching von der österreichischen Zeitung Der Standard schrieb. An einer Stelle ist das eindeutig:

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WIE MAN’S SPRICHT

14.09.2009 Comments Off

Kaum jemand spricht druckreif. Radiomoderatoren müssen damit umgehen können, wenn sie Interviews machen. Manche senden dann einen ordentlich geschriebenen Vorspann und blenden nur die passenden Interviewpassagen ein. Andere nutzen die Frage, um ihre Zuhörer mit Hintergrundwissen zu versorgen. Und manche Radiosender bieten auf ihrer Website später nicht nur einen Podcast, sondern auch eine Mitschrift des Ganzen. Wie etwa das Interview mit Youssef Ziedan, Schriftsteller und Direktor der Abteilung für Manuskripte an der Bibliothek von Alexandria, geführt von Dieter Kassel für das Deutschlandradio – nachzulesen hier.

Da sieht man sofort: Das ist kein druckfertiger Text, sondern eine Abschrift. Daraufhin kann man sich dann die grundlegenden Fragen stellen, die auftreten, wenn man in Printmedien veröffentlicht: Wie weit soll man ein Interview bearbeiten?

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SCHARF AUF DEN TITEL

13.07.2009 Comments Off

Für die Überschrift eines Wortlaut-Interviews sucht man oft nach einem knackigen Zitat. Zuweilen hält der Text dann nicht, was dieses Zitat verspricht – manchmal ist das eine humorvolle Art, Leserinnen und Leser in die Irre zu führen. Manchmal geht es auch daneben. Schließlich sollen die Interviewten nicht im falsche Licht dastehen. Auf die Person neugierig machen sollen sie aber schon. Und wie schafft man das?

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WORTVERLIEBT

02.07.2009 Comments Off

Das ist mir schon lange nicht mehr passiert: Ich kann mich nicht entscheiden. Ich bearbeite das Transkript eines Interviews, das ich am Montag mit dem amerikanischen Schriftsteller James Frey gemacht habe, und für das geforderte Format entstehen dabei zwei Versionen. Die erste wirkt stark, bezieht sich aber auf eine Kontroverse, die in den USA sehr, in Deutschland kaum diskutiert wurde. Eigentlich  (more…)

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ÄHM …

12.06.2009 Comments Off

Was soll das denn heißen?, denke ich manches Mal, wenn ich die Aufzeichnung eines Interviews abhöre und niederschreibe. Im Gespräch erschienen mir die Antworten noch ganz klar, aber schon beim Transkribieren tritt hervor, dass das gesprochene Wort anders funktioniert und wirkt als das geschriebene. Mit Füllwörtern beispielsweise überbrücken die meisten Menschen Pausen, die sie zum Denken brauchen. Wer ganz genau sein möchte, kann sie zwar beim Transkribieren komplett erfassen – und küchenpsychologisch ergründen, an welchen Stellen sie gehäuft auftreten. Aber das A und O des Interviews (more…)

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